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Bestellerprinzip - ImmoImage.de erklärt das Prinzip und die Folgen

 
Das Bestellerprinzip ist eine Neuregelung hinsichtlich der Übernahme von Maklerkosten bei Vermietung. Mit dieser Maßnahme sollen vor allem Mieter finanziell entlastet werden.
 
Gesetzestext Bestellerprinzip
Das Gesetz zur Regelung der Wohnraumvermittlung (WoVermRG) wird zum 1. Juni 2015 in Kraft treten. Die wesentliche Veränderung lautet wie folgt:
Der Wohnungsvermittler darf vom Wohnungssuchenden für die Vermittlung oder den Nachweis der Gelegenheit zum Abschluss von Mietverträgen über Wohnräume kein Entgelt fordern, sich versprechen lassen oder annehmen, es sei denn, der Wohnungsvermittler holt ausschließlich wegen des Vermittlungsvertrages mit dem Wohnungssuchenden vom Vermieter oder von einem anderen Berechtigten den Auftrag ein, die Wohnung anzubieten.

Was bedeutet das Bestellerprinzip?
Im Kern bedeutet dies, dass künftig der Vermieter den Vermittler bezahlt, da dieser den Vermittler auch beauftragt hat. Bisher herrschte das Marktprinzip von Angebot und Nachfrage, wonach in Ballungsgebieten mit wenig Wohnraumangebot und hoher Nachfrage, die Nachfragenden (Mieter) die Vermittlungsprovision zu zahlen hatten. In Märkten mit hohem Angebot und geringer Nachfrage wurde die Vermittlungsprovision bereits durch den Vermieter gezahlt. In ausgeglichenen Märkten war auch eine Teilung der Vermittlungsprovision nicht unüblich.
Das Bestellerprinzip kommt als Teil der Mietpreisbremse im Mietrechtsnovellierungsgesetz (MietNovG) und hat das Ziel zum einen den Mietanstieg einzudämmen und speziell durch das Bestellerprinzip den Mieter vor allem in Ballungszentren zu entlasten.

Kritik am Bestellerprinzip
Kritik wird gerade bei der Frage laut ob der Mieter durch das Bestellerprinzip auch wirklich entlastet wird. Natürlich wird der Mieter in der Form entlastet, dass nicht er die Maklercourtage zu tragen hat, sondern der Vermieter, falls dieser den Makler beauftragt hat, einen passenden Mieter für seine Wohnung zu finden. Es wird aber befürchtet, dass der Vermieter im Nachgang versucht, diese für ihn entstandenen Kosten etwa durch höhere Kaltmieten wieder an den Mieter weiterzureichen.
 
Die Politik hat verschlafen durch zielführerende Maßnahmen wie etwa Förderungen für den Bau von Wohnraum, die Anspannungen auf dem Wohnungsmarkt zu beseitigen. Jetzt wird versucht mit Regulierungen des Marktes, wie dem Bestellerprinzip positiven Einfluss zu nehmen. Mehr Wohnungen werden dem Markt dadurch aber nicht zugeführt. Das Bestellerprinzip führt also ausschließlich dazu, dass den Vermietern mehr Aufwand und Kosten entstehen. Ähnlich wie bei anderen Anlageformen (Wertpapiere, Edelmetalle, etc.) ist die Rendite aber ein wesentlicher Faktor. Die Reaktion der Vermieter hat schon vor der Einführung stattgefunden und wird die Kostenschraube für Mieten weiter anheizen.
 
Das Bestellerprinzip wird die Wohnungssuche zudem erschweren. So werden wohl viele Eigentümer auf eigene Faust versuchen einen Mieter für ihre Immobilien zu finden. Neben persönlichen Netzwerken werden Immobilien meist nur auf einer von vielen Plattformen geschaltet. Die Mieter haben dadurch weniger Tranparenz und den Vermietern sind nicht alle Suchenden bekannt. Man kann auch damit rechnen, dass die Zahl der Wohnungssuchenden steigt, da die Hürde der Maklerprovision für den Mieter entfällt. Die Wohnungssuche wird also preiswerter aber keineswegs einfacher. Da das Bestellerprinzip zudem nur für die Vermietung von Wohnimmobilien gilt, könnte sich der Mietraummarkt auch dadurch verschlechtern, dass Eigentümer es bevorzugen, ihre Immobilien verkaufen anstatt vermieten zu wollen.

Folgen für Vermieter
Für Vermieter bedeutet das Bestellerprinzip also zunächst mal Mehrkosten, wenn sie einen passenden Mieter durch einen Makler suchen. Gerade die Qualitäten eines professionellen Immobilienmaklers sind nun mehr gefragt denn je. Die Qualität der Mieter wird zunehmend wichtiger. Mietausfälle oder schnell wechselnde Mieter kann der Vermieter sich nicht mehr leisten. Hier sind Marktkenntnis und professionelle Recherchen die Basis für ein gutes Mietverhältnis. Eine professionelle Immobilienbewertung mit einhergehender Preisfindung, zielführende Bewerbung der Objekte, Solvenzprüfung potentieller Mietinteressenten, reibungslose Durchführung von Besichtigungen und die Erarbeitung rechtssicherer Mietverträge sind Leistungen, die wir auch zukünftig in optimaler Qualität für Vermieter erbringen werden.
 
Vermieterkönnen die geleistete Maklercourtage von ihrer Einkommenssteuer absetzen.
 
Unser Anspruch ist es, als verlängerter Arm des Vermieters aufzutreten und den idealen Mieter für Ihre Immobilie zu finden.

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